Minne: Missmanagement darf nicht zulasten der medizinischen Versorgung gehen

Die Gesundheit Nord (Geno) beklagt im laufenden Geschäftsjahr ein zweistelliges Millionendefizit. Nach Medienberichten soll das Minus bei rund 20 Millionen Euro liegen. Offenbar waren auch die Koalitionsfraktionen von dieser Nachricht überrascht. Ebenso scheint das Gesundheitsressort laut einem aktuellen Bericht von Radio Bremen zunächst keinen Grund für das Defizit nennen zu können. Die Fraktion BÜRGER IN WUT fordert die Gesundheitssenatorin und Aufsichtsratsvorsitzende der Geno, Claudia Bernhard (Linke), zu einer umfassenden Stellungnahme auf.

Dazu erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion BÜRGER IN WUT, André Minne: „Die Bürger sowie die Beschäftigten der Krankenhäuser haben ein Recht darauf zu erfahren, weshalb die wirtschaftliche Lage der Geno derart aus dem Ruder läuft und ob Risiken zu spät erkannt wurden. Umso erstaunlicher ist es, dass offenbar selbst das Gesundheitsressort nicht erklären kann, wie es zu diesem Millionendefizit gekommen ist.“

Minne weiter: „Seit Jahren schreibt der kommunale Klinikverbund rote Zahlen. Am Ende darf dieses Missmanagement nicht zulasten der medizinischen Versorgung, der Patientensicherheit oder der Beschäftigten gehen. Wir fordern die Aufsichtsratsvorsitzende und Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard auf, in der nächsten Gesundheitsdeputation umfassend Stellung zu beziehen und ein konkretes Konzept vorzulegen, wie die Geno wirtschaftlich wieder auf Kurs gebracht werden soll. Die Öffentlichkeit hat einen Anspruch darauf, dass das Defizit in Millionenhöhe offengelegt wird.

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