Schellenberg: Politik darf nicht erst reagieren, wenn das Problem schon eskaliert ist

Der Flughafen Bremen kämpft mit einem strukturellen Defizit von rund 10 Millionen Euro pro Jahr und steht offenbar kurz vor der Insolvenz. Nach dem Ende der Lufthansa-Flugverbindung nach Frankfurt ist dies der nächste schwere Schlag für den Bremer Flugverkehr. Die Fraktion BÜRGER IN WUT fordert angesichts dieser Entwicklung eine sofortige Sondersitzung der Wirtschaftsdeputation, in der Senatorin Kristina Vogt (Linke) Rede und Antwort stehen muss.

Sven Schellenberg, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion BÜRGER IN WUT, dazu: „Der Flughafen ist ein wichtiger Bestandteil der Infrastruktur unseres Wirtschaftsstandortes. Bremen ist ein bedeutender Luftfahrtstandort. Umso erschreckender ist die Nachricht, dass der Flughafen offenbar kurz vor der Insolvenz steht. Hier stellen sich erhebliche Fragen zur Verantwortung und zum bisherigen Management des Wirtschaftsressorts. Deshalb fordern wir die sofortige Einberufung einer Sondersitzung der Fachdeputation. Senatorin Vogt muss persönlich erklären, wie es zu dieser Situation kommen konnte. Darüber hinaus muss Frau Vogt darlegen, welches Geschäftsmodell sie für den Flughafen künftig überhaupt für tragfähig hält, welche Passagierzahlen für ein erfolgreiches Geschäftsmodell erforderlich sind und wann der Flughafen ohne strukturelle Defizite auskommen soll. Eine bevorstehende Insolvenz darf nicht zum nächsten Thema werden, bei dem die Politik erst reagiert, wenn das Problem bereits eskaliert ist.“

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