Timke: Land Bremen braucht Rückkehr zum Leistungsprinzip
Bremen landet beim INSM-Bildungsmonitor 2026 zum sechsten Mal in Folge auf dem letzten Platz aller Bundesländer. Besonders schlecht schneiden Bremer Neuntklässler in Mathematik, Naturwissenschaften und bei der Lesekompetenz ab. Für die Fraktion BÜRGER IN WUT bezeugt dieses Ergebnis das Scheitern der rot-grün-roten Bildungspolitik. Die BIW-Fraktion fordert deshalb grundlegende Reformen: die Rückkehr zu einem gegliederten Schulsystem mit Hauptschule, Realschule und Gymnasium, den Erhalt eigenständiger Förderschulen, ein verpflichtendes Vorschuljahr für Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen mit intensiver täglicher Sprachförderung sowie mehr Lehrer und zusätzliches pädagogisches Personal.
Jan Timke, Fraktionsvorsitzender der Fraktion BÜRGER IN WUT, erklärt dazu: „Sechs Mal in Folge Platz 16 sind ein bildungspolitischer Offenbarungseid. Bremen kann sich nicht jedes Jahr mit den schlechtesten Ergebnissen Deutschlands abfinden. Wenn unsere Schüler bei Mathematik, Naturwissenschaften und Lesekompetenz bundesweit am Ende stehen, dann zeigt das deutlich, dass die bisherigen Konzepte gescheitert sind.
Das Land Bremen braucht ein Schulsystem, das unterschiedliche Begabungen und Leistungsstände ernst nimmt und darauf eingeht. Nicht Gleichmacherei, sondern das Leistungsprinzip muss wieder im Vordergrund stehen. Deshalb wollen wir zurück zu einem gegliederten System aus Hauptschule, Realschule und Gymnasium und zugleich die eigenständige Förderschulen erhalten. Inklusion darf nicht dazu führen, dass weder Förderkinder noch die übrigen Schüler die Unterstützung bekommen, die sie benötigen. Dafür braucht es ausreichend Sonderpädagogen, mehr Lehrer und eine deutlich bessere personelle Ausstattung unserer Schulen.“
Timke weiter: „Ein weiteres Kernproblem beginnt bereits vor der Einschulung, in Gröpelingen haben 74,9 Prozent der Vorschulkinder Sprachförderbedarf, in Osterholz sind es 66,5 Prozent und in Huchting 65,5 Prozent. Wer bei der Einschulung kaum Deutsch versteht, startet mit einem massiven Nachteil in seine Schullaufbahn. Deshalb brauchen wir ein verpflichtendes Vorschuljahr mit intensiver und täglicher Deutschförderung für Kinder mit mangelnden Sprachkenntnissen. Die deutsche Sprache muss vorhanden sein, bevor der reguläre Unterricht beginnt.“
