Timke: Bürger müssen sich im öffentlichen Raum sicher fühlen
Die Zahl der Messerangriffe im Land Bremen hat sich innerhalb von vier Jahren nahezu verdoppelt. Während die Polizei 2021 noch 350 Fälle registrierte, waren es 2025 bereits 670. Auch die Stadt Bremen verzeichnete im Jahr 2025 mit einer Fallzahl von 527 insgesamt mehr Messerangriffe als Frankfurt am Main und Leipzig. Besonders auffällig: Rund drei Viertel der Tatverdächtigen waren vor der Tat bereits polizeilich bekannt, 61,4% der polizeilich festgestellten Personen in Bremen hatten keinen deutschen Pass. Die Fraktion BÜRGER IN WUT fordert angesichts dieser Negativentwicklung ein konsequenteres Vorgehen gegen Messerkriminalität.
Jan Timke, Fraktionsvorsitzender und innenpolitischer Sprecher der Fraktion BÜRGER IN WUT, erklärt dazu: „670 Messerangriffe innerhalb eines Jahres sind eine alarmierende Zahl. Besonders erschreckend ist, dass mehr als drei Viertel der Tatverdächtigen bereits polizeilich bekannt waren. Wer immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt gerät, muss die Konsequenzen unseres Rechtsstaates deutlich zu spüren bekommen. Dazu gehören schnellere Strafverfahren und bei ausländischen Straftätern eine konsequente und zügige Aufenthaltsbeendigung.
Fast 42 Prozent der Messerangriffe wurden 2025 auf öffentlichen Straßen registriert. Gerade dort müssen sich die Bürger frei bewegen können, ohne Angst haben zu müssen, Opfer einer Gewalttat zu werden. Daher brauchen wir eine Evaluation und Ausweitung der Waffenverbotszonen, damit die Polizei an diesen Orten durch erweiterte Kontrollbefugnisse das Mitführen von Stich- und Schusswaffen leichter unterbinden kann. Darüber hinaus müssen Polizei und Staatsanwaltschaft personell so ausgestattet sein, dass Intensivtäter konsequent verfolgt und Verfahren beschleunigt werden können. Die Bürger und nicht die Täter müssen sich im öffentlichen Raum wieder sicher fühlen.“
