Degenhard: Deichschutz und Erhalt der Bäume verbinden

Die Kosten für den geplanten Ausbau des Hochwasserschutzes an der sogenannten Stadtstrecke am Neustädter Deich haben sich gegenüber den ursprünglichen Planungen nahezu verdoppelt. Inzwischen wird mit rund 104 Mio., anstelle zunächst 52 Mio. Euro gerechnet. Gleichzeitig will der Senat dafür 136 Platanen am Weserufer fällen

Angesichts der inzwischen verdoppelten Kosten fordert die Fraktion BÜRGER IN WUT den Senat auf, die bisherige Planung auf den Prüfstand zu stellen. Die Bürgerinitiative „Platanen am Deich“ hat bereits ein alternatives Hochwasserschutzkonzept vorgelegt, das den Erhalt der Bäume ermöglichen soll. Nach Auffassung der Initiative könnte diese Variante zudem kostengünstiger umgesetzt werden als die derzeitige Planung der Landesregierung.

Cord Degenhard, klimapolitischer Sprecher der Fraktion BÜRGER IN WUT, erklärt dazu: „104 Millionen Euro für einen knapp 1,8 Kilometer langen Deichabschnitt sind eine inakzeptable Summe. Wenn sich die Kosten eines Projektes innerhalb weniger Jahre nahezu verdoppeln, kann der Senat nicht einfach weitermachen wie bisher. Hochwasserschutz ist notwendig, aber auch dabei muss mit Steuergeld verantwortungsvoll umgegangen werden.“

Die Fraktion BÜRGER IN WUT hatte sich bereits in der Vergangenheit für den Erhalt der Platanen am Neustädter Deich ausgesprochen.

Degenhard weiter: „Wir wollen Hochwasserschutz und den Erhalt der Bäume miteinander verbinden. Wenn es eine technisch umsetzbare Alternative gibt, die den notwendigen Hochwasserschutz gewährleistet, die Bäume erhält und möglicherweise auch noch deutlich günstiger ist, muss diese Variante neu und ergebnisoffen geprüft werden. Während in Bremen jede Schulklasse, jeder Sportverein und jede Straße um jeden Euro betteln muss, verbrennt der Senat an einem einzigen Deichabschnitt über 50 Millionen Euro zusätzlich für eine Beton-Variante, die obendrein 136 gesunde, stadtbildprägende Platanen kosten soll.“

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