Schellenberg: Luftfahrtstandort Bremen ist in Gefahr

Nachdem die Airline Lufthansa ihre Direktverbindung nach Frankfurt eingestellt hatte, soll sie mit dem Sommerflugplan 2027 zurückkehren – allerdings statt fünfmal nur einmal täglich. Jetzt droht dem Flughafen bereits der nächste Rückschlag: Ryanair-Flüge ab Bremen sind ab April 2027 laut Radio Bremen derzeit nicht mehr buchbar. Ob sich die Fluggesellschaft tatsächlich aus Bremen zurückzieht, ist bislang unklar – das Wirtschaftsressort hält diese wichtigen Informationen bislang zurück. 

Die Fraktion BÜRGER IN WUT fordert deshalb Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) auf, in der nächsten Wirtschaftsdeputation über die Gespräche, die finanzielle Lage des Flughafens und die Strategie des Senats zur Sicherung des Luftfahrtstandortes Bremen ausführlich Stellung zu beziehen.

Sven Schellenberg, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion BÜRGER IN WUT, erklärt: „Die Bürger und Unternehmer in Bremen erwarten Antworten. Nachdem Lufthansa die Taktung zum Verkehrsknoten Frankfurt massiv eingeschränkt hat, sind nun auch Ryanair-Flüge ab April 2027 plötzlich nicht mehr buchbar. Die Menschen haben ein Anrecht darauf zu erfahren, wie es mit dem Luftfahrtstandort Bremen weitergeht. Wirtschaftssenatorin Vogt muss deshalb in der nächsten Wirtschaftsdeputation für Klarheit sorgen und unter anderem darlegen, wie der aktuelle Stand der Gespräche mit Ryanair ist.“

Schellenberg weiter: „Auch nachdem zuletzt die schwierige finanzielle Lage des Flughafens bekannt geworden ist, wäre ein Rückzug von Ryanair der nächste schwere Rückschlag. Der Senat muss endlich eine langfristige Strategie für den Flughafen vorlegen und erklären, wie wichtige Flugverbindungen und Airlines am Standort gehalten werden sollen. Bremen braucht einen verlässlich angebundenen und wirtschaftlich tragfähigen Flughafen.“

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